Die Gemeinde
Klausen- Leopoldsdorf ist eine weit verzweigte Gemeinde am Westrand des
politischen Bezirks Baden. Der Ortskern liegt am Zusammentreffen der
Straßen, die von Pressbaum (Wiental), Laaben (Tullntal) und Alland (Schwechattal) hier
zusammentreffen. Baumförmig vereinigen sich hier mehrere besiedelte
Täler, in den die Ortsteile Agsbach, Ranzenbach,
Mitterriegel, Kleinkrottenbach,
Lammerau / Schöpflgitter,
Großkrottenbach, Hauptbach und Hainbach liegen
(die Gebiete südlich des Großen Krottenbachs
und der Schwechat gehören bereits zur Gemeinde Alland).
Hochstraß ( Weitere
Informationen dazu unter www.hochstrass.at ) , Grödl, Schlottleiten und der
Forsthof an der Grenze zum politischen Bezirk St.Pölten
gehören noch zur Gemeinde Klausen- Leopoldsdorf. Die Nachbargemeinden, im
Uhrzeigersinn von Norden beginnend lauten: Pressbaum (Wien-Umgebung),
Wienerwald (Mödling), Alland,
Altenmarkt/Tr. (beide Baden), Brand-Laaben und Altlengbach (beide St.Pölten).
An den Fernverkehr ist Klausen- Leopoldsdorf über die A21
Außenringautobahn angeschlossen, wobei der nördliche Gemeindeteil am
besten über die Anschlussstelle Hochstraß,
der südliche über die Anschlussstelle Alland
erreichbar ist. Von der A1 aus Wien kann man auch ab der Abfahrt Preßbaum über die Pfalzau
und den Hengstlsattel nach Klausen- Leopoldsdorf gelangen.
Öffentlich ist Klausen- Leopoldsdorf per Bus mit Alland,
Heiligenkreuz und Baden verbunden.
Vegetation
Obwohl die Umgebung von Klausen- Leopoldsdorf wie unberührtes Waldgebiet
anmuten mag, wurde die ganze Fläche stark vom Menschen beeinflusst. Vom
ursprünglichen Eichen- Linden-Mischwald ist nichts mehr übrig. Seit
prähistorischer Zeit wurden Rotbuchen und Tannen bevorzugt, wobei die
Tannen im letzten Jahrhundert einen starken Rückgang verzeichnen mussten,
möglicherweise verursacht durch sauren Regen und hohen Wildbestand.
Stellenweise wurde standortfremder Fichtenwald aufgeforstet. Neuerdings
scheinen wieder verstärkt junge Tannen aufzukommen, die besser zu den
Buchen "passen". Geringere Anteile machen Hainbuche, Bergahorn,
Feldahorn, Esche und Rotföhre aus.
Die in der Neuzeit urbar gemachten Flächen wurden zunächst sicherlich
viel stärker durch Ackerbau genutzt als heute. Durch das bedauerliche Bauernsterben,
das natürlich vor unserem Ort nicht Halt gemacht hat, sind nur mehr wenige
Äcker übrig geblieben, die unter der hohen Wilddichte leiden. Die
übrigen Flächen werden heute durch Grünlandwirtschaft genutzt.
Auf den trockeneren Rücken überwiegen Trockenrasen, an den
Hängen und besonders in den Mulden fette bis saure Wiesen. In der
Nähe von Höfen und in Alleen gibt es Obstbäume (Birne,
Zwetschke) und Salweiden ("Palmkatzerln").
Gewässernetz
In Klausen- Leopoldsdorf hat durch das Zusammenmünden mehrerer Bäche
die Schwechat ihren Ursprung, die ab hier bereits eine ansehnliche
Größe hat. Sie fließt nach Südosten durch Alland und Mayerling nach Baden,
um bei Schwechat in die Donau zu münden. Von Norden kommen der Hainbach
und der Agsbach, der noch die Zubringer Ranzenbach, Lengbach (von Hochstraß
kommend) und Kleiner Krottenbach aufweist. Von Westen
kommt der Lammeraubach (Quelle unter dem Schöpfl beim Forsthof) mit den Zubringern Gaisrücken Bach und Riesenbach (der seinen Namen von
den Holzriesen hat, das sind steile Holzrinnen zum Abtransport von
Baumstämmen), von Südwesten der Große Krottenbach.
Das Holz aus dem ausgedehnten Waldgebiet, in dem Klausen- Leopoldsdorf liegt,
wurde auf der Schwechat Richtung Wien transportiert. Dazu wurden in so genannten
Klausen (von lateinisch claudere =
verschließen) Seen aufgestaut, in die die Baumstämme geworfen
wurden. War der Stausee mit Stämmen gefüllt, wurde die Klause
geöffnet, und der ganze Schwall riss die Stämme mit sich (das kleine
Bächlein allein wäre nämlich nicht in der Lage gewesen, diese
Baumstämme zu transportieren). Die Hauptbachklause liegt knapp unterhalb
von Klausen- Leopoldsdorf, während jeder der Quellbäche seine eigene
Klause hatte (erhalten sind z.B. noch die Agsbachklause,
die Lengbachlklause knapp vor Hochstraß,
eine in Kleinkrottenbach, eine am Lammeraubach
bei Untergrödl, die Schöpflklause
und die Riesenbachklause).
Landformen
Klausen- Leopoldsdorf (Seehöhe 375 m) mit seinen verästelten
Tälern und Gräben ist rundum von Höhenzügen eingerahmt. Im
Norden stellt ein langer flacher Rücken, dessen höchste Erhebung der
Jochgrabenberg (645m) ist, die Wasserscheide zur Tulln dar. Dort liegt auch Hochstraß (Seehöhe 558m ),
wo die A21 mit einer ansehnlichen Steigung diese Wasserscheide überwinden
muss. Im Nordwesten (beim Forsthof 564m) zweigt der bedeutend höhere
Grenzkamm zum Triestingtal nach Südosten ab,
beginnend im mehrgipfligen Schöpfl,
der mit stolzen 893m der höchste Gipfel des Wienerwalds ist. Weiter geht
es nach der Einsattelung "Rastbank" (Straße nach St.Corona, Gde. Altenmarkt)
über den Hirschenstein (785m) und den Großen Hollerberg (774m). Hier
zweigt ein Seitenkamm nach Nordosten über Eigerin
(674m) und Lammerauberg (648m) direkt nach Klausen-
Leopoldsdorf ab; er trennt die Ortsteile Schöpflgitter
/ Riesenbach von Großkrottenbach. Der Hauptkamm
verläuft hingegen weiter nach Südosten zum Rauchkogel (603m), von wo
es weiter Richtung Hohen Lindkogel geht, dies allerdings bereits im
Gemeindegebiet von Alland. Am Rauchkogel zweigt
wiederum ein Kamm nach Nordosten ab, der aus dem Großen Kuhberg (658m),
dem Dachsberg, der Wienerleiten (650m) und der Kirschleiten (617m) besteht.
Dieser Kamm liegt auch schon zur Gänze in der Gde.Alland,
rahmt aber optisch die Landschaft südlich von Klausen- Leopoldsdorf ein.
Vom Jochgrabenberg aus
linksseitig der Schwechat fällt ein Kamm zum Hengstsattel (517m) ab,
über den eine Straße nach Preßbaum
ins Wiental führt. Er steigt dann wieder zum Steinplattl (649m) an und führt zum Kreuzeck (593m).
Südlich davon spaltet er sich auf: ein Kamm verläuft über das
Vordere Kreuzeck (578m) und den Mitterriegel direkt
ins Ortszentrum; er trennt die Ortsteile Mitterriegel
und Hainbach. Der zweite Kamm steigt zum Sattel "Geschriebene Buche"
(518m) ab, über den man nach Gruberau und Sulz (Gde.Wienerwald)
gelangen kann. Weiter geht es über den Lichtriegel (544m) zum Hainbachberg
(588m), Weidenbachberg und Hochbrand (569m), deren Abhänge nach Hauptbach
zur Schwechat führen.
Die Kämme sind wegen der
Beschaffenheit ihrer Gesteine (siehe unten) selten besonders schroff. Nur auf
wenigen Anhöhen (z.B. Schöpfl) tritt Fels
zutage. Sanfte Kuppen und flache Wannen herrschen vor. Sobald Quellen aus dem
Gelände austreten, schneiden sich die Bäche steil in das Gelände
ein und machen den Talgrund äußerst unwegsam. Wo ein
größerer Bach nur mehr wenig Längsgefälle aufweist, kann
er mäandrieren, d.h. er pendelt ein weiten Schlingen
rechts und links aus der Ideallinie aus. Es bilden sich auf der
Kurvenaußenseite steile Prallhänge aus, wo der Bach sich immer
weiter in den Hang frisst, während die Kurveninnenseite bedeutend flacher
ist (Gleithang) und sich durch die geringe Strömungsgeschwindigkeit
große Kies- und Sandbänke ablagern können (dies ist
natürlich nur mehr in kulturlandschaftlich und wasserbaulich
unberührten Abschnitten sichtbar). Alte (vermutlich aus der Eiszeit
stammende) Prallhänge sind z.B. in der Lammerau
sehr deutlich als steile, geschwungene Flanken südlich der Straße zu
erkennen. Durch jahrtausendelanges Mäandrieren konnten sich die
größeren Bäche (z.B. der Agsbach)
eine breite Talsohle schaffen, die aber häufig wegen des geringen
Höhenunterschiedes zum Bach durch Vernässung und Hochwassergefahr
gekennzeichnet ist.
Gesteine
- Geologie
Die Gemeinde Klausen- Leopoldsdorf liegt zur Gänze in der so genannten Flyschzone (von schwyzerdütsch
"flyschen" = "fließen"). Flyschgesteine sind durch eine Wechselfolge von Sandsteinen
("Wienerwaldsandstein") und Mergelsteinen oder Tonsteinen
gekennzeichnet. Die Sandsteine (durch Kalk und Eisenverbindungen
"zementierte" Sande) sind recht hart und eher
verwitterungsbeständig und treten daher auch gelegentlich (vor allem an
Kuppen) an die Oberfläche. Die Mergelsteine (kalkhältige Tonsteine)
und Tonsteine (verfestigte Tone) hingegen verwittern sehr leicht und
verlieren sofort ihre Festigkeit. Übrig bleibt "Gatsch",
eine leicht verformbare Masse, die man leicht kneten und wie Plastillin ausrollen kann. In diesem "Gatsch" können natürlich auch die Sandsteine
keinen Halt finden und die ganze Masse "fließt" bei guter
Durchfeuchtung langsam bergab - so kommt der schwyzerdütsche
Name. Daher kann im Flysch (ganz im Gegensatz zum
standfesten Kalkstein und Dolomitstein) auch eine gewisse Hangneigung nicht
überschritten werden - in Bacheinschnitten kurzfristig über 30°,
aber an längeren Hängen meistens 10°. Im Riesenbachtal
(Schöpfl, Hirschenstein) und den angrenzenden
Gräben sind es ausnahmsweise über 20°. Damit haben
selbstverständlich Bauherren ihre liebe Not, wenn sie Böschungen
herstellen oder große Lasten wie z.B. Brückenpfeiler fundieren wollen
- sie müssen sicherstellen, daß nicht das
ganze Bauwerk langsam (innerhalb von Jahrzehnten) oder auch mal schnell
(innerhalb von Minuten) "abfährt". Der Bau der A1 und der A21
war diesbezüglich ein sehr aufwendiges Vorhaben.
Eine weitere Auswirkung des Flyschgesteins betrifft
den Grundwasserhaushalt. Die Mergelsteine und Tonsteine sind, unverwittert wie
verwittert, extrem wasserundurchlässig. Das bedeutet, dass Regenwasser nur
wenig in den Boden einsickern kann und bald wieder in einer Quelle zu Tage
tritt. Das hat mehrere Konsequenzen: Schon bei mäßigen
Regenfällen wird der Boden leicht "uferlos". Schon bei kurzer
Trockenheit wird der Boden wieder sehr trocken, vor allem auf Kuppenlagen. Die
Wasserversorgung aus örtlichen Brunnen ist daher schwierig. In
Schönwetterperioden führen die Bäche sehr wenig Wasser. Bei
heftigen Regenfällen führen die Bäche ein Vielfaches der
Trockenwetter- Wassermenge, bis zum Hundertfachen oder mehr. Man beachte das
kümmerliche Wässerchen, dass als Wienfluß in Wien durch ein gigantisches Bett
fließt - Doch dieses Bett wird alle 10 bis 20 Jahre voll. Auch die
Schwechat kann bei Extremregenfällen plötzlich sehr schnell
anschwellen und auch schon in Klausen- Leopoldsdorf ein reißender Fluss
werden.
Woher kommt nun das Material für diesen Flysch? Am ersten Höhepunkt der Auffaltung der Alpen
(zu Ende der Kreidezeit und zu Beginn des Tertiärs, also vor etwa 80 bis
50 Millionen Jahren) lag vor den Alpen eine Tiefseerinne,
die sicher über 5000m tief war. Nach Norden erstreckte sich bis zum
Waldviertel ein Meer. In dieses Meer mündeten Flüsse aus den jungen
aufstrebenden Alpen, die viel Sand mit sich führten (die ganze Situation
kann vielleicht ganz gut mit den heutigen Anden und der Pazifikküste
verglichen werden). Die Sande lagerten sich in Deltas an der Küste ab
(vergleiche die Mündung des Nils in Ägypten). Immer wieder wurde
jedoch die "Stirn" des Deltas gegen die Tiefseerinne
zu steil, und ein gewaltiges Sandpaket donnerte unter Wasser in die Tiefe, eine
richtige "Sandlawine", nur eben im Meer. Zwar bremst das Wasser viel
stärker als Luft, aber man darf nicht vergessen, dass der zur
Verfügung stehende Hang viele Kilometer lang und mehrere Kilometer hoch
war, da können auch unter Wasser Geschwindigkeiten von über 100km/h
entstehen, wie an der heutigen Atlantikküste nachgewiesen wurde, wo
bereits einige Transatlantikkabel abgerissen wurden.
Am tiefsten Punkt der Rinne kam die Sandlawine zum Stehen und lagerte sich als
Sandschicht ab. Eine große Lawine erzeugte eine 50cm dicke Schicht, eine
kleinere nur 10cm. Dann passierte hunderte oder tausende Jahre lang wieder
nichts. Nur ganz feine Körnchen, die bei geringster Strömung lange im
Meer in Schwebe bleiben können, rieselten langsam auf diese Sandschicht
herab. Oft waren hunderte Jahre nötig, um 1cm von diesem feinen Schlamm
abzulagern. Nicht nur mineralische Körnchen schwebten zum
Meeresgrund, sondern auch abgestorbene Meerestiere und Algen, und an denen
fraßen sich Würmer und Nacktschnecken fett, die im Schlamm
wühlten. Gerade und verschlungene Kriechspuren dieser Tiere sind die
einzigen größeren Fossilien, die man heute im Flysch
findet. Nach einiger Zeit hatte sich das nächste Flußdelta
wieder zu weit zum Tiefseegraben nach vor gebaut und ging als neuerliche
Sandlawine ab. Am Meeresboden bedeckte es den feinen Schlamm mitsamt der
Würmer und Schnecken. Die gewaltigen Strömungen erzeugten
mannigfaltige Rillen, Furchen und Dellen, die vom liegen gebliebenen Sand
schließlich ausgefüllt wurden. Auf der Unterseite eines Sandsteinpakets
findet man daher oft die Abdrücke ("Negative") dieser Dellen und
Furchen als Höcker und Grate. So lagerten sich im Laufe vieler Millionen
Jahre viele Wechselfolgen von Sandpaketen und Schlammschichten ab.
Mit der Zeit verfestigte
sich der Sand zu Sandstein und der Schlamm zu Mergelstein und Tonstein (je nach
Kalkgehalt). Der ältere Anteil der Flyschgesteine
wird im nördlichsten Gemeindegebiet "Altlengbacher
Schichten" genannt, der jüngere "Greifensteiner
Schichten" (nach dem Ort an der Donau zwischen Klosterneuburg und Tulln) -
Beide in der Karte grün gehalten-. Im mittleren und südlichen
Gemeindegebiet stehen Laaber Schichten an (nach dem Ort Laab
im Walde, Bez.Mödling), die man in die
ältere Hoisformation (- In der Karte braun
gehalten- nach dem Gehöft Hois am
Coronabach-, quasi gleich "hinter" dem Hirschenstein) und die
jüngere Agsbachformation (diesen Bach kennen wir
ja schon) -In der Karte gelb gehalten- gliedern kann, sowie die darunter
liegende Kaumbergformation, die wegen ihres geringen
Sandsteinanteiles leicht erodierbar ist- In der
Karte Olivfarben gehalten-.Diese Gesteinsarten im
Gelände zu unterscheiden bereitet aber selbst Spezialisten
Schwierigkeiten. Allerdings sind die Hoisschichten
durch einen deutlich höheren Anteil von Sandstein auf Kosten von Tonstein
gekennzeichnet, sodass sie der Abtragung einen höheren Widerstand
entgegensetzen und steilere Hänge erlauben, als die tonig-mergeligen Agsbachschichten. Das erklärt auch, warum der Schöpfl, der Hirschenstein und der Große
Hollerberg, die allesamt aus Gesteinen der Hoisformation
bestehen, schon ein wenig Mittelgebirgscharakter haben.
Vor etwa 40 bis 30 Millionen Jahren jedoch kam es durch den Aufprall der
Afrikanischen Kontinentalplatte zum zweiten Höhepunkt der Alpinen
Gebirgsbildung. Dabei drückten die im Süden gelegenen Kalkalpen - In
der Karte blassviolett gehalten- mit unvorstellbarer Kraft die Flyschgesteine nach Norden und verfalteten sie dabei.
Ursprünglich waagrecht gelagerte Schichten wurden schief gestellt und
gebogen. An Schwachstellen oder besonders stark beanspruchten Stellen rissen
Gesteinspakete überhaupt durch und schoben sich als so genannte
"Decken" übereinander. Schließlich wurde im Laufe der
letzten paar Millionen Jahre der gesamte Alpenkörper senkrecht hochgehoben,
in unserer Gegend etwa 500 - 700m. Die Donau und ihre Seitenflüsse
fraßen sich in die Gesteine hinein und erniedrigten die Berge wieder. In
unserer Gegend muss man damit rechnen, dass vielleicht 500m bis 1000m Gestein
bereits abgetragen und nach Ungarn und ins Schwarze Meer verfrachtet wurden.
In unserem Gebiet gibt es nun zwei Hauptdecken: die südliche heißt
"Laaber Decke", die nördliche "Greifensteiner
Decke" (siehe oben). Die Deckengrenze verläuft zwischen Hochstraß und Klausenleopoldsdorf,
nämlich vom Hengstlsattel über Ranzenbach,
südlich des Hundsbergs vorbei, durch die Schüttleiten, und
südlich des Hollerriegels an den Fuß des Schöpfls.
Der Schöpfl, der Hirschenstein, Große
Hollerberg, Lammerauberg, Wienerleiten, der
Hainbachberg, das Steinplattl gehören zur Laaber
Decke, Forsthof, Schlottleiten, Hasenriegl,
Hochstraß und der Jochgrabenberg zur Greifensteiner Decke.
An der Naht zwischen diesen beiden Decken wurden aus der Tiefe Gesteine emporgeschürft, die nicht zur Flyschzone
gehören. Es handelt sich um Gesteine wie Kalksteine und Mergelsteine, die
ursprünglich nördlich der Tiefseerinne
abgelagert wurden. Diese Gesteine wurden allerdings zwischen der Laaber und der
Greifensteiner Decke zerquetscht und zerrieben und
werden daher von Bächen bevorzugt ausgeräumt. Daher tritt diese
Nahtzone deutlich als Furche zwischen dem Hengstlsattel
und dem Schöpfl in Erscheinung - In der Karte
rosa gehalten- . Aufmerksame Sammler können
dort das eine oder andere Stück weißen Kalkstein finden, was im
Sandsteinwienerwald durchaus etwas Besonderes ist!
Diese Animation soll
schematisch die Ablagerung von Flyschgesteinen
erklären. Vom Kontinent (rot) bringen Flüsse (dunkelblau) große
Mengen von Sand (oliv), die sie am Kontinentalrand als steilen Hang ablagern
(beachte: Abbildung stark überhöht!). Gleichzeitig werden im offenen
Meer (hellblau) über der ozeanischen Erdkruste (lila) sehr langsam aber
stetig feine (tonige) Schwebstoffe (grau) abgelagert. Wenn der Hang zu steil
wird, donnert eine Sandlawine hangabwärts und
lagert sich am Hangfuß auf den Tonen (grau) ab. Die Sandschicht (oliv)
ist am Hangfuß am mächtigsten und wird meerwärts dünner.